Offene Pädagogik

Durch gelebte offene Pädagogik erweitern wir die Erfahrungs- und Entscheidungsfreiräume von Kindern, in denen sie sich erproben und zunehmend ihre Handlungsspielräume erweitern. So unterstützen wir ihr Streben nach Unabhängigkeit und Eigenverantwortung und schaffen einen Erfahrungsraum, in dem ein selbstbestimmtes Leben innerhalb einer Gemeinschaft möglich ist. Die Kinder lernen schnell mit persönlichen Entscheidungen und Verantwortung umzugehen. Dadurch werden sie unabhängiger und eigenständig. Sie können nach ihrem eigenen Rhythmus leben, ihre Spielpartner und Beschäftigungen frei wählen und entsprechend ihrer Möglichkeiten lernen, sich selbst zu organisieren.

Mit der Umsetzung der offenen Pädagogik haben die Kinder nun die Möglichkeit, nicht nur ihren Stammraum und den Flur zu nutzen, sondern weitere Räume zu erobern. Den Kindern stehen zusätzlich Bewegungsraum, Bibliothek/ Ruheraum, Forscherraum sowie ein Atelier zur Verfügung, in denen mit einer offenen Haltung gearbeitet wird. Diese Räume können gleichermaßen genutzt werden. Weil wir wissen, dass Kinder ganz unterschiedliche Bedürfnisse zu unterschiedlichen Zeiten haben - sich bewegen, malen, forschen, ausprobieren, ihr Umfeld erkunden, sich zurückziehen wollen - gewähren wir ihnen mit dieser Konzeption die Möglichkeit, ihren Bedürfnissen entsprechend die jeweiligen Räume aufzusuchen. Durch die Offene Pädagogik können die Kinder selbst handelnd sich die Welt aneignen und ihre Selbst-Tätigkeit sowie ihre Selbstbildung werden gestärkt.

In den Funktionsräumen finden Freispiel und pädagogische Angebote gleichermaßen ihren Platz. Da sich die Kinder auf die Räume verteilen, kann die pädagogische Arbeit der ErzieherInnen intensiver in Kleingruppen stattfinden. Die offenen Bereiche bieten ein breiteres Angebot an Bezugspersonen, Räumen und Materialien und damit mehr Möglichkeiten der Individualität eines jeden Kindes gerecht zu werden und zugleich ein größeres Bildungsangebot zu schaffen.

Dem Bedürfnis der Kinder nach Geborgenheit, engen Bindungen zu ihren Bezugspersonen und rituellen Abläufen, begegnen wir mit einer festen BezugserzieherIn, die mit ihnen das Haus erkundet.

Außerdem finden regelmäßige Angebote für verschiedene Kleingruppen statt. Die Spürnasen (4-5 Jährige) und die 11er Raus (Vorschulkinder).

Aktivitäten zum Jahresverlauf finden immer mit allen gemeinsam statt. Feste werden zusammen vorbereitet und durchgeführt.